Netzpolitik
06.02.2018

Europäische Zentralbank prüft Kryptowährungen

Zweifel an billigem EZB-Geld © Bild: REUTERS

Auch die Europäische Zentralbank reiht sich in die Schlange jener Finanzinstitutionen ein, die Bitcoin und Co auf den Prüfstand stellen.

Notenbank-Präsident Mario Draghi die Gefahren durch digitale Währungen ins Visier. In der Bankenaufsicht werde daran gearbeitet, Risiken zu identifizieren, sagte Draghi am Montag im Europa-Parlament in Straßburg. Geldhäuser aus der EU hätten allerdings kaum Interesse an Digitalwährungen, die zuletzt enormen Schwankungen ausgesetzt waren.Cyber-Devisen sollten als sehr riskante Anlageform eingestuft werden, ergänzte Draghi. Sie seien unreguliert und ihr Preis hochgradig spekulativ. Geldhäuser sollten daher bei Engagements das entsprechende Risiko abmessen. Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die großen Banken der Euro-Zone zuständig.