Netzpolitik 26.03.2013

Experte warnt vor extremistischen Webseiten

Im Rahmen der Internationalen Konferenz zur Terrorismusbekämpfung in Singapur warnte ein Experte vor der Ausnutzung des Internets durch Extremisten. DieZahl der extremistischen Seiten wird auf 10.000 geschätzt.

Extremisten nutzen nach Angaben eines Experten erfolgreich das Internet für ihre Zwecke. Es gebe mehr als 10.000 extremistische Webseiten, aber weniger als 100, die sich extremistischen Machenschaften entgegenstellten, sagte der Experte für Terrorismusbekämpfung, Rohan Gunaratna, am Dienstag auf einer Konferenz in Singapur. „In vielerlei Hinsicht sind die Terroristen im Cyberspace sehr erfolgreich", sagte der Chef des Internationalen Zentrums für politische Gewalt und Terrorismusforschung in Singapur. In den kommenden Jahren müssten Wege gefunden werden, diese Strategie zu bekämpfen.

Der Regierungschef von Singapur, Lee Hsien Loong, zeigte sich besorgt über „Jihadistische Webseiten und Predigten von charismatischen ideologischen Aufwieglern". Die Radikalisierung von Menschen, die sich ständig extremistischen Ansichten im Internet aussetzten, sei ein „wachsendes Phänomen". Lee forderte eine bessere internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung solcher Internet-Aktivitäten.

Teilnehmer des internationalen Treffens riefen insbesondere gemäßigte islamische Gruppen sowie Regierungen dazu auf, der Internetpräsenz der Extremisten entgegen zu treten. An der Konferenz nahmen rund 500 Sicherheitsexperten, Wissenschaftler und religiöse Führer teil.

( apa/afp ) Erstellt am 26.03.2013