Netzpolitik
13.08.2013

Expertin für Geistiges Eigentum verlässt Obama

Victoria Espinel kämpfte im Weißen Haus hart gegen Urheberrechtsverstöße

Victoria Espinel ist von ihrer Position als oberste Expertin Chefin für Angelegenheiten zu Geistigem Eigentum (Intellectual Property) im Weißen Haus zurückgetreten. Sie war für Urheberrechts-, Markenrechts- und Patentrechtsverstöße zuständig und die erste Person, die diese Rolle innehatte. Der Posten wurde 2008 geschaffen, 2009 wurde sie von Präsident Obama berufen und vom Senat bestätigt.

Harter Kurs gegen Illegales im Netz
In ihrer Amtszeit erarbeitete sie Strategien gegen Online-Piraterie und den Verkauf von gefälschten Gütern im Netz. Sie machte sich dafür stark, dass illegales Streamen von Inhalten kriminalisiert und mit hohen Strafen belegt wird. Unter anderem brachte sie die großen Werbeplattformen wie Google dazu, auf Seiten, die urheberrechtlich geschützte Inhalte unrechtmäßig anbieten, keine Werbung zu verkaufen. Film- und Musikindustrie lobten ihre Arbeit wiederholt.

Wechsel zur Business Software Alliance
Die Rolle wird nun interimistisch von Howard Shelanski, der ebenfalls im Weißen Haus arbeitet, übernommen. Seit Freitag läuft die Suche nach einem offiziellen Nachfolger. Victoria Espinel selbst wird als neuer CEO der Business Software Alliance (BSA) gehandelt. Die Organisation vertritt Software-Firmen wie etwa Adobe, Cisco, HP, IBM, Intel, Microsoft oder SAP im Kampf gegen Urheberrechtsverstöße und leistet Lobbying-Arbeit.

 

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