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BEZAHLSYSTEM
01/25/2011

Facebook Credits: Virtuelle Güter für Geld

Ab 1. Juli müssen Spieleentwickler, die ihre Social Games und Applikationen auf Facebook anbieten, verpflichtend Facebook Credits als Zahlungsmöglichkeit für ihre virtuellen Güter anbieten. Nutzer können in Folge damit bei allen Spielen mit der virtuellen Währung zahlen.

Das interne Bezahlsystem von Facebook mit seinen Credits wurde bereits seit längerem in einer Beta-Phase getestet, doch am Montag (Ortszeit) hat Facebook seine endgültigen Pläne für ihr eigenes, virtuelles Bezahlsystem vorgestellt.

Ab 1. Juli sollen Entwickler von Social Games die neue virtuelle Währung von Facebook verpflichtend anbieten. Dabei streicht Facebook einen Gewinnanteil von 30 Prozent ein, ebenso wie dies Apple bei seinem Musik- und App-Store iTunes macht.

Virtuelle Güter für Geld

Statt Apps können Nutzer für die Facebook Credits virtuelle Güter kaufen, die sie in Spielen wie FarmVille oder Poker einlösen können, um im Spiel schneller voranzukommen oder exklusive Gegenstände wie Traktoren für ihre Farm, oder ein neues Paar Schule für ihren Avatar, ihren "Besitz" nennen können.

Social Games-Entwickler zeigten sich von Beginn der Ankündigung an eher skeptisch, was Facebooks eigenes Bezahlsystem betraf. Doch die Entwickler, die es bereits testen konnten, zeigten sich am Ende meist zufrieden, da das neue System weniger Arbeit bedeutet und zudem mehr Geld einbringe. Die Firma Digital Chocolate konnte den durchschnittlichen Gewinn pro Nutzer dadurch etwa um das Dreifache steigern.

Facebook Credits bereits im Einsatz

Derzeit verwenden mehr als 350 Apps von insgesamt 150 Entwicklern Facebook Credits als virtuelle Währung, darunter auch die Branchenriesen wie Zynga und Playfish. Es werden zum jetzigen Zeitpunkt bereits 70 Prozent der virtuellen Käufe über Facebook Credits durchgeführt.

Die Entwickler von Social Games müssen die Facebook Credits allerdings nicht als alleinige virtuelle Währung einsetzen. Sie können nach wie vor ihr eigenes Bezahlsystem zusätzlich verwenden. Das betrifft etwa Zyngas internes FarmVille-Spielgeld.

Nutzer langsam vorbereiten

Für die Spieleentwickler bringt die Facebook-Währung den Vorteil mit, dass sie sich nicht für jedes Land der Erde einen eigenen Anbieter für die Abwicklung des Bezahlvorgangs suchen müssen, sondern Facebook die Bezahloptionen für sie bereitstellt. Zudem verspricht ihnen Facebook einen raschen Zugang zu Premium-Angeboten und Werbemöglichkeiten.

Nutzer haben durch die Währung den Vorteil, dass sie ihre Zahlungsdetails nur noch einmal eingeben müssen, und quer über alle Spieleplattformen mit den Facebook Credits zahlen können. Dies stellt allerdings auch eine erhöhte Gefahr dar für Attacken von Cyberkriminellen. Facebook plant in den nächsten fünf Monaten, die Nutzer langsam auf das neue Währungssystem vorzubereiten, damit sie zum Start am 1. Juli bereits damit vertraut sind.

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(futurezone)

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