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Soziales Netzwerk
11/07/2011

Facebook löscht Auskunftsformular

Der Jus-Student Max Schrems stellte seine 1222 PDF-Seiten an Facebook-Daten, die er nach seinem Auskunftsbegehren bekommen hatte, für ein Video zur Verfügung. Das Netzwerk hat am Wochenende das Formular, mit dem es den Nutzern möglich war, ein derartiges Auskunftsbegehren zu erstellen, gelöscht.

Vergangene Woche ist in Irland eine mehrtägige Betriebsprüfung der irischen Datenschutzbehörde bei Facebook abgeschlossen worden. Diese wurde nach einer Serie von Anzeigen eingeleitet, die die Wiener Studentengruppe europe-v-facebook.org rund um Max Schrems bei der irischen Datenschutzbehörde wegen Datenschutzverletzungen gegen Facebook eingereicht hat. Der 24-jährige Jus-Student Schrems zeigte sich im

nicht gerade optimistisch, dass diese Untersuchung tatsächlich Ergebnisse mit sich bringen würde. Ergebnisse gibt es vorerst tatsächlich noch keine - diese werden erst gegen Jahresende erwartet.

Visualisierung im YouTube-Video
Doch Schrems sitzt in der Zwischenzeit nicht untätig herum, sondern versucht mit seiner Initiative weiter aufzuzeigen, was Facebook mit den Daten seiner Nutzer macht. So hat er nun der taz seine Datensätze, die er nach einem Auskunftsersuchen von Facebook bekommen hat, zur Verfügung gestellt, um diese zu visualisieren. Unter dem Titel "

gibt es nun ein YouTube-Video, das anhand ein paar Datenschnipsel Facebook-Nutzern erklären soll, welche Daten das Netzwerk über jeden einzelnen Nutzer hat. Bei Schrems waren es 1222 PDF-Seiten auf einer CD.

Schrems beklagte bereits im

, dass das Soziale Netzwerk derzeit "total dicht gemacht" hat und im Moment nur noch eine kleine Auswahl an Daten raus rückt. Statt 57 Datenkategorien gibt es derzeit nur noch 22 über einen Download-Link. Doch dem nicht genug. So hat das US-Unternehmen in der Nacht auf Samstag auch das Online-Formular, welches den Nutzern ermöglicht hat, ihre Daten von Facebook zu verlangen, offline genommen. Die Initiative europe-v-facebook.org bietet nun alsAlternativeeine Möglichkeit an, damit die Facebook-Nutzer per E-Mail zu ihrem Recht kommen sollen.

Datenzentrum als neues Datenschutz-Fiasko
Während sich die irische Datenschutzkommission mit Facebook beschäftigt, hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass es im nordschwedischen Lulea sein erstes Datenzentrum in Europa errichten wird. Durch die Auswahl des Landes könnten sich für Nutzer allerdings weitere Nachteile ergeben. So ermöglicht es ein schwedisches Gesetz, dass die Kommunikation der europäischen Facebook-Nutzer, die die Grenzen Schwedens passiert, durch den Geheimdienst überwacht werden kann. Das

der Gründer der schwedischen Piratenpartei, Rick Falkvinge, auf unsere Anfrage.

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