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Zensur
03/30/2011

Facebook löscht "Intifada"-Seite

Das Online-Netzwerk hat eine Page offline genommen, weil dort zu Gewalttaten gegen israelische Bürger aufgerufen worden war. Während Israels Regierung den Schritt begrüßt, könnte den Betreibern nun ein muslimischer Massenboykott drohen.

von Jakob Steinschaden

Facebook hat die Anfang März gegründete Gruppe mit dem Namen "Third Palestinian Intifada" gelöscht, wie aus einem CNN-Bericht hervorgeht. Der Löschung war eine Beschwerde der israelischen Regierung vorangegangen. Einem offiziellen Statement von Facebook zufolge hätte die Seite zu offener Gewalt aufgerufen und damit gegen die Nutzungsbedingungen verstossen. Die Page hätte als friedlicher Aufruf zu Protest begonnen, und anfangs wären Pinnwandeinträge gewältatigen Inhalts von den Administratoren gelöscht worden. Doch dann hätten die Gewaltaufrufe überhand genommen, und auch die Administratoren hätten daran teilgenommen. Die Betreiber der Page wären von Facebook wiederholt gewarnt worden.

Neben Israels Informationsminister Yuli Edelstein lobte auch die pro-isreaelische Organisation "Anti-Defamation League" den Schritt von Facebook. Vor der Löschung der Facebook-Gruppe drohten die Administratoren von "Third Palestinian Intifada" mit einem muslimischen Massenboykott gegen Facebook, falls ihre Seite offline genommen werden würde.

Der Wissenschaftlerin Jillian York vom "Berkman Center for Internet and Society" der Universität Harvard zufolge sind nach der Löschung acht neue Facebook-Seiten mit ähnlichen Inhalten online gegangen.