Netzpolitik
22.12.2016

Facebook sperrte in Österreich mehr als 900 Postings

Online-Netzwerk veröffentlicht Transparenzbericht: Während die Anzahl der Behördenanfragen zu Nutzerdaten im ersten Halbjahr 2016 zurückging, nahm die Sperre von Inhalten zu.

940 Postings wurden laut dem am Mittwoch veröffentlichten halbjährlichen Transparenzbericht von Jänner bis Juni 2016 in Österreich gesperrt. Als Grund dafür gibt Facebook die Leugnung des Holocausts an. Im Vergleich dazu waren es von Juli bis Dezember 2015 231 Postings und im ersten Halbjahr 2015 170. Die Anzahl hat sich im vergangenen Jahr also vervielfacht.

Anfragen zu 36 Nutzerkonten

Von den heimischen Behörden erhielt das Online-Netzwerk im ersten Halbjahr des laufenden Jahres Anfragen zu 36 Nutzerkonten, in 37,9 Prozent wurden sie laut Facebook zumindest teilweise beantwortet. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2015 ging die Zahl zurück. Damals stellten österreichische Behörden Anfragen zu 54 Nutzerkonten.

International nahmen Behördenanfragen hingegen kräftig zu. Sie stiegen von 46.710 im ersten Halbjahr 2015 auf knapp 60.000 von Jänner bis Juni diesen Jahres. Im Großteil der Fälle wurde dem Online-Netzwerk laut dem Transparenzbericht untersagt, betroffene Nutzer zu informieren.