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Privat
08/11/2012

Facebook: US-Regierung erzwingt Datenschutz

Die Verhandlungen zwischen FTC und Facebook sind abgeschlossen. Das Netzwerk muss sein Nutzer künftig bei Änderung fragen und darf neue Funktionen nicht ohne deren Wissen aktivieren oder umstellen.

Die Datenschutz-Einigung zwischen der US-Regierung und dem sozialen Netzwerk Facebook ist perfekt, der seit 2009  andauernde Streit ist beendet. Die Verbraucherschutzbehörde FTC stimmte am Freitag endgültig der Vereinbarung vom November vorigen Jahres zu. Danach verpflichtet sich Facebook, die Zustimmung seiner Nutzer einzuholen, bevor der Umgang mit ihren persönlichen Daten geändert wird. Es wird also auf einen Opt-In-Modus umgestellt.

Unfaire und irreführende Maßnahmen
Facebook wurde vorgeworfen, Informationen der Nutzer ohne deren Wissen veröffentlicht und an Dritte weitergegeben zu haben. Die FTC sprach von unfairen und irreführenden Methoden seitens Facebook. Für Kritik hat vor allem eine Änderung bei den Datenschutz-Einstellungen im Jahr 2010 gesorgt.

Prüfung in regelmäßigen Abständen
Darüber hinaus unterwirft sich das Facebook, das mehr als 900 Millionen Nutzern zählt, für 20 Jahre einer unabhängigen Kontrolle. Jedes halbe Jahr wird das Unternehmen in Sachen Datenschutz unter die Lupe genommen. Man werde Facebook genau im Auge behalten, so die FTC.

Sollte Facebook den Datenschutz missachten, soll es Geldstrafen zahlen – die mit 16.000 US-Dollar pro Vergehen jedoch sehr niedrig angesetzt sind. Unabhängige Datenschützer in den USA sind grundsätzlich mit der Einigung zufrieden, wobei sich manche härtere Vorgaben der FTC gewünscht hätten.