Netzpolitik
08.03.2012

FBI-Chef: USA müssen mit Cyber-Terror rechnen

Aufständische hätten inzwischen "Hacker-Fähigkeiten"

Die USA müssen sich nach Einschätzung von FBI-Chef Robert Mueller stärker gegen terroristische Cyberattacken wappnen. Die Absichten von Terroristen, über das Internet einen Angriff auf die USA zu verüben, dürften nicht unterschätzt werden, sagte Mueller am Mittwoch bei der Vorstellung des Haushaltsplans der US-Bundespolizei vor einem Parlamentsausschuss. Das FBI müsse in der Lage sein, mit neuen oder überarbeiteten Strategien auf diese Bedrohungen zu reagieren.

Mueller verwies auf die Bedeutung, die das Internet bereits heute für Extremisten habe. Gruppierungen wie das Terrornetzwerk Al-Kaida nutzten Chatrooms und Internetseiten, um Anhänger zu rekrutieren und zu Terrorangriffen anzustacheln.

Zugleich hätten die Aufständischen aber auch „Hacker-Fähigkeiten“, betonte der FBI-Chef. Dies mache den Anti-Terror-Kampf „viel schwerer und anspruchsvoller“. Bei ihrem Vorgehen gegen die Hackerszene hatten die US-Behörden erst am Dienstag fünf mutmaßliche Mitglieder der Gruppe Anonymous sowie deren Ableger angeklagt.