Netzpolitik
18.03.2016

Fehler enthüllt Snowden als Ziel der Lavabit-Ermittlungen

Ein Gerichtsdokument enthüllt die E-Mail-Adresse von Edward Snowden als Ziel der Ermittlungen von US-Behörden nach der Aufdeckung des NSA-Skandals.

Was für viele Beobachter ohnehin längst bekannt war, wurde nun durch einen Fehler der US-Regierung offiziell. Die Ermittlungen gegen den E-Mail-Anbieter Lavabit im Jahr 2013 hatten ein bestimmtes Ziel: Edward Snowden. Der Aufdecker des NSA-Skandals verwendete den Dienst, der E-Mails verschlüsselt verschickt. Enthüllt wurde das Ziel durch die Übermittlung eines Dokuments in eine Gerichtsdatenbank, auf der Snowdens E-Mail-Adresse ungeschwärzt auftaucht, berichtet Wired.

Der Lavabit-Fall sorgte innerhalb und außerhalb der USA für einiges Aufsehen. Auf der Jagd nach Snowden verlangten US-Behörden den privaten Schlüssel von Snowden von Lavabit. Der Betreiber des Dienstes kooperierte nur widerwillig und sperrte Lavabit kurz darauf komplett zu, da er die Sicherheit sämtlicher Lavabit-Nutzer gefährdet sah, berichtet Ars Technica. Seine Bemühungen um die sichere Übermittlung von E-Mails waren damit aber nicht zu Ende.