Netzpolitik
16.01.2017

"Finde es sehr akkurat": Trump twittert auch als Präsident

Weil die Medien so unfair seien, will Trump auch im Weißen Haus auf Twitter setzen. Er will weiter "RealDonaldTrump" sein statt "POTUS".

Donald Trump will auch als US-Präsident den Kurznachrichtendienst Twitter als für ihn bestens geeignetes Kommunikationsmittel nutzen. Er finde es sehr akkurat, sagte der designierte US-Präsident in New York in einem Interview der "Bild"-Zeitung und der Londoner "Times".

"Wenn ich etwas öffentlich sage und wenn ich den Zeitungen etwas sage, und sie es nicht akkurat wiedergeben, ist das wirklich schlecht. Sie können dagegen nicht viel ausrichten." Wenn er dagegen twittere - und er sei dabei vorsichtig - sei es sehr exakt und schlage sofort als Nachricht durch. Auch eine Pressekonferenz sei eine Menge Arbeit, und er erreiche nicht annähernd die gleiche Zahl an Leuten.

Kein POTUS-Account

Trump bezifferte in dem Interview die Zahl seiner Follower auf Twitter, Facebook und Instagram auf 46 Millionen. Als Präsident werde er den Account "@RealDonaldTrump" behalten. Er wolle lieber diesen Account anwachsen lassen als wie sein Vorgänger unter dem offiziellen POTUS twittern, der Kurzform für President of the United States.

Trump sagte, er habe das Twittern zurückschrauben wollen, aber die Presse habe so unehrlich über ihn berichtet, dass er sich doch wieder mehr über den Kurznachrichtendienst äußere. Trump wird für seine Tweets kritisiert. Er transportiert damit falsche Behauptungen, oder er nutzt sie zu massiven Angriffen. In einer Umfrage sagte eine Mehrheit, er solle das als Präsident lassen.