Netzpolitik
28.05.2014

Frankreich verklagt Booking.com

Dem Hotel-Buchungsportal Booking.com werden vom französischen Wirtschaftsminister unfaire und wettbewerbswidrige Geschäftspraktiken vorgeworfen.

Der französische Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg hat eine Klage gegen das Hotel-Buchungsportal Booking.com wegen unfairer Geschäftspraktiken eingebracht. Booking.com wird vorgeworfen, dass mit Hotels unfaire Verträge abgeschlossen werden, in denen verboten wird, Zimmer zu günstigeren Preisen als auf Booking.com anzubieten. Demnach dürfen die Beherbergungsbetriebe ihren Gästen, mit denen sie direkt in Kontakt stehen keinen besseren Preis machen, als auf Booking.com.

"Dieser Vorstoß unterstreicht den Wunsch der Regierung sicherzustellen, dass ausländische Unternehmen, die im digitalen Bereich tätig sind, die nationale Regeln einhalten", so das Büro des Ministers in einer Aussendung. Das Unternehmen muss nun vor dem Handelsgericht in Paris erscheinen.

Bereits im Jahr 2013 wurde der Reisebuchungsdienst Expedia zu einer Strafe in der Höhe von 427.000 Euro verdonnert. Expedia wurde für schuldig befunden, "fälschliche Preissenkungen", "unrichtige Preise für Hotels" sowie "irreführende Informationen über die Verfügbarkeit von Hotels" anzugeben.