Internetkonzern
12/05/2011

Google droht Kartellverfahren in der EU

Konkurrenten haben Beschwerden wegen Benachteiligung bei Suche erneuert

Einem Bericht der Financial Times zufolge hat die EU-Kommission eine Liste an Beschwerden gegen den Internetkonzern Google gesammelt, die demnächst in einer Kartellbeschwerde münden könnten. Noch ist offen, ob es eine offizielle Beschwerde in dem seit zwei Jahren schwelenden Fall geben wird.

Konkret geht es um Beschwerden von konkurrierenden Unternehmen, dass Google deren Webseiten in seiner Suche abstufen und seine eigenen Produkte hochstufen würde - vor allem bei Online-Landkarten und Shopping-Angeboten dürfte es Vorfälle geben. Google hat bis dato immer in Abrede gestellt, Rivalen zu benachteiligen. In den vergangenen Monaten sollen laut FT die Beschwerden der Konkurrenz erneuert worden sein.

In den kommenden Tagen werden Google-Aufsichtsratvorsitzende Eric Schmidt und EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia zusammentreffen. Dabei wird es wahrscheinlich auch um die Kartellbedenken der EU gegenüber Google gehen. Almunia hat im Vorfeld Erwartungen abgeschwächt, dass es bei dem Treffen etwas zu verhandeln gäbe.

Wenn es tatsächlich zu einem Wettbewerbsverfahren kommt, droht Google eine saftige Strafe. Verstöße gegen europäisches Wettbewerbsrecht waren in der Vergangenheit sowohl für Microsoft als auch für Intel teuer: Beide zahlten bereits etwa eine Milliarde Euro Strafe.

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