Netzpolitik
23.12.2014

Google entfernte auf Anfrage jeden zweiten Link

Das "Recht auf Vergessenwerden" hat zu 3.586 Löschanträgen aus Österreich bei Google geführt. Bei etwas mehr als der Hälfte der Fälle wurden Suchergebnisse entfernt.

Personen mit Bezug zu Österreich haben seit Ende Mai dieses Jahres die Löschung von mehr als 14.000 Links aus Google-Suchergebnissen beantragt, aus Österreich direkt waren es 3.586. In etwas mehr als der Hälfte der Fälle wurden die Links tatsächlich entfernt. Das geht aus dem jüngsten Google-Transparenz-Bericht hervor, den der Suchmaschinenbetreiber am Montagabend veröffentlicht hat.

Suchmaschinenbetreiber sind nach einem im Mai ergangenen Urteil des Europäischen Gerichtshofs verpflichtet, auf Antrag Links zu entfernen, welche die Privatsphäre von Menschen und den Datenschutz verletzten. Anders formuliert: Es geht um das Recht auf "Vergessenwerden". Insgesamt erhielt Google knapp 190.000 Anfragen zur Löschung von knapp 685.000 Links. Im europaweiten Durchschnitt beträgt die Quote der entfernten Links gut 40 Prozent.