Zensur
03/21/2011

Google kritisiert Gmail-Blockaden in China

Der US-Konzern hat der chinesischen Regierung vorgeworfen, sie torpediere Googles E-Mail-Service Gmail. In den vergangenen Wochen und Monaten hatte der Dienst in China immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Chinas Vorgehen wird mit der Unterdrückung der Jasmin-Revolution in Verbindung gebracht.

Wie Google nun bekannt gab, habe man kein Service-Problem feststellen können. „Wir haben alles umfassend geprüft. Hier handelt es sich um eine Blockade durch die Regierung, die aussehen soll, als sei ein Problem von Gmail“, wird ein Google-Sprecher vom britischen Guardian zitiert. Neben Gmail soll sogar die Personensuche, die nach den Erdbeben und Tsunami in Japan gestartet worden war, beeinträchtigt sein. Wie Google vermutet sollen mit den Angriffen in erster Linie politische Aktivisten getroffen werden.

Die jüngsten Attacken auf Google und dessen Services wird mit der sogenannten

in Verbindung gebracht, die inspiriert von den Protesten in Nahost im Februar aufflackerten, aber schnell von der Regierung im Keim erstickt wurden. Bereits im Vorjahr hatte Google China vorgeworfen, an Hacking-Angriffen auf das Unternehmen und andere Technologiefirmen beteiligt gewesen zu sein. Dies resultierte im Abzug von Google aus China und der Übersiedlung nach Hongkong.