Netzpolitik
15.10.2012

Google: Neue Datenschutzprobleme in der EU

Grund sind die im März eingeführten, neuen Nutzungsbedingungen

Wie der britische Guardian in seiner Online-Ausgabe berichtet, droht Google ein Verfahren wegen Datenschutzverletzungen in der EU. Bereits am morgigen Dienstag soll die französische Datenschutzbehörde CNIL einen Bericht über die Änderungen der Nutzungsbedingungen vorlegen, die Google im März durchgeführt hat. Die CNIL gilt als besonders scharfe Datenschutzbehörde.

Die Änderungen der Nutzungsbedingungen hatten die Zusammenlegung von Nutzerdaten zur Folge, die über verschiedene Google-Dienste verstreut (z.B. YouTube, Google Maps, Google+, etc.) waren, und erlauben es dem Unternehmen, diese für Werbung auszuwerten. Weil Google seinen Nutzern keine Möglichkeit zum Opt-Out gegeben hat, droht nun Ungemach in der EU. Wie die futurezone im Zuge der Einführung bereits berichtete, brachten die Änderungen keine Vorteile für die Nutzer.

Wie der Guardian ebenfalls schreibt, könnte ein mögliches Verfahren gegen Google weitreichende Folgen haben und einen Domino-Effekt auslösen, der auch andere Firmen und Staaten bzw. Weltregionen erfassen könnte. Google könnte dann außerdem vor dem technischen Problem stehen, die Daten wieder auseinander sortieren zu müssen.

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