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USA
04/24/2012

Google: Rekordausgaben für Lobbying

Wie die New York Times berichtet, hat der Internetkonzern aus Kalifornien in den ersten drei Monaten 2012 mehr Geld für Lobbyisten ausgegeben als Apple, Microsoft und Facebook zusammen. Insgesamt handelt es sich um einen Betrag von 5,03 Millionen Dollar.

Einen guten und direkten Draht zur Politik in Washington lässt sich der Internetkonzern einiges kosten: Im ersten Quartal 2012 hat Google 5,03 Mio. Dollar für Lobbying ausgegeben. Das ist ein Rekordbetrag, wenn man bedenkt, das im Vorjahreszeitraum "nur" 1,48 Millionen Dollar in die Hand genommen wurden - eine Steigerung um 240 Prozent also.

Zum Vergleich: Apple hat im selben Zeitraum 500.000 Dollar, Facebook 650.000 Dollar, Amazon 870.000 Dollar und Microsoft 1,79 Mio. Dollar für Lobbying-Zwecke spendiert. Google hat sogar den Dauer-Lobbyisten Verizon Wireless überholt, der 4,51 Millionen Dollar ausgegeben hat.

Unter Dauerbeschuss
Die New York Times, die die Zahlen recherchiert hat, nennt auch sogleich die Gründe für die stark wachsenden Lobbying-Beträge von Google. So würde die Firma unter Dauerbeschuss von Regulatoren, Konkurrenten und Datenschutzexperten stehen. Sowohl in den USA und Europa gibt es laufend Klagen und Prozesse, die der Firma den schlechten Umgang mit Daten vorhalten.

Google hat insgesamt zwölf Lobbying-Firmen in seine Dienste gestellt, darunter auch renommierte Namen wie Akin Gump und die Gephardt Group. Zuletzt hat das oft als demokratisch erachtete Google sogar eine ehemalige Republikanerin, Susan Molinari, angeheuert, die das Washingtoner Büro leitet.

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