© Maksud - Fotolia

Netzpolitik
06/21/2013

Google verbannt illegale Apotheken-Werbung

Nachdem Staatsanwälte Google vorgeworfen haben, den Handel mit illegalen Medikamenten zu befördern, gibt der Suchmaschinen-Konzern jetzt an, in den vergagnenen Jahren drei Mio. Werbeeinschaltungen von einschlägigen Versandhändlern geblockt zu haben.

Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Mississippi hat Google schon mit Strafzahlungen gedroht, weil der Konzern den rezeptfreien Handel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten unterstützen soll. Als Verteidigung gibt Google zu bedenken, dass in den vergangenen Jahren drei Mio. Anzeigen von "wilden Apotheken" verhindert oder gelöscht worden seien, wie searchengineland berichtet.

Die Vorwürfe der Staatsanwälte zielen aber gar nicht auf die Werbeeinschaltungen ab. Vielmehr kritisieren sie das Auftauchen von entsprechenden Angebote in Googles Suchergebnissen und der Autocomplete-Funktion. 2011 hat Google wegen ähnlicher Vorwürfe bereits eine Ausgleichszahlung von 500 Mio. Dollar geleistet. Seit damals hat sich aber einiges verbessert. In Tests von searchengineland schienen keine zweifelhaften Angebote auf.

Mehr zum Thema

  • Google muss Einstellung zu Privatsphäre ändern
  • Google Glass: "Brauchen EU-Datenschutzlinie”