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Zensur
04/26/2013

Google verzeichnet Rekord an Löschanfragen

Der Konzern hat seinen jährlichen Transparenzbericht vorgelegt, in dem Löschanfragen von Staaten analysiert werden. Wie in den vergangenen Jahren ist auch 2012 die Zahl der Anträge gestiegen. Immer mehr Behörden wollen Inhalte aus dem Netz gelöscht sehen.

Google hat eine neue Ausgabe seines Transparency-Berichts vorgelegt. Aus dem geht hervor, dass es von staatlichen Stellen so viele Löschanträge gestellt wurden wie nie zuvor. Zwischen Juli und Dezember 2012 wurden insgesamt 2285 Anträge von staatlichen Stellen eingebracht, die darauf abzielten insgesamt über 24.000 Treffer aus den Suchergebnissen zu entfernen. In Halbjahr davor waren es noch 1811 Anfragen für rund 18.000 Treffer. Im zweiten Halbjahr sind die Anfrage somit drastisch gestiegen und haben Google zufolge einen historischen Höchstwert erreicht. Seit dem ersten Report, der 2009 erschien, haben sich die Anfragen verdoppelt.

Brasilien und Russland
Google gibt an, dass es sich beim Großteil der Anträge um Gerichtsbeschlüsse handelt, die negative Statements zu Politikern und Regierungen entfernt haben wollen. Diese sollen aus allen Google-Diensten entfernt werden, Google setzte allerdings nur 45 Prozent aller Anfragen um. Große Anstiege wurden vor allem in Brasilien und Russland registriert. Auf YouTube wurde der Film "Innocence of Muslims" von 20 Ländern beanstandet.

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