Snowden mit dem deutschen Grünen-Politiker Ströbele

© APA/HANS-CHRISTIAN STROEBELE OFFICE / HANDOUT

Whistleblower
01/02/2014

Guardian und New York Times fordern Gnade für Snowden

Edward Snowden, der Ex-Geheimdienstmitarbeiter aus den USA, sitzt seit Juli in Russland fest. Viele Medienhäuser fordern seine Begnadigung.

Die „New York Times“ und der britische „Guardian“ haben von der US-Regierung Gnade für den früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden gefordert. Beide Traditionsblätter appellierten in Leitartikeln am Donnerstag an Präsident Barack Obama, Snowden eine sichere Heimkehr in die USA zu ermöglichen. Der IT-Spezialist hält sich seit vergangenen Juli in Russland auf. Beide Zeitungen waren an den Enthüllungen rund um den US-Geheimdienst NSA maßgeblich beteiligt und vom Whistleblower mit immer neuen Informationen zu den Spionageprogrammen versorgt worden.

„Es ist Zeit, dass die Vereinigten Staaten Herrn Snowden einen Geständnishandel oder irgendeine Form der Gnade anbieten, die es ihm ermöglicht, nach Hause zurückzukehren“, schrieb die „New York Times“. Für seine „enorm wertvollen“ Enthüllungen habe Snowden mehr verdient als ein dauerhaftes Leben im Exil. „Kühle Köpfe“ innerhalb der US-Regierung müssten nun an einer Strategie arbeiten, um ihm eine würdevolle Rückkehr zu ermöglichen, schrieb der „Guardian“.
Die Zukunft Snowdens, der sich seit vergangenen Juli in Russland aufhält, ist immer noch ungewiss. Sein Asyl-Jahr läuft im Sommer aus. Anfang November hatten die USA ein Gnadengesuch Snowdens abgelehnt. Er soll dort als Geheimnisverräter vor Gericht gestellt werden. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lange Haftstrafe.

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