Netzpolitik
27.06.2011

Hacker-Angriffe: 19-Jähriger gegen Kaution frei

Dem jungen Mann werden zahlreiche Angriffe auf Webseiten vorgeworfen.

Der 19-jährige Brite ist am Montag gegen Zahlung einer Kaution freigelassen worden. Der Mann darf gemäß seinen Kautionsauflagen nicht ins Internet. Außerdem muss er eine elektronische Fußfessel tragen und darf das Haus nur in Begleitung eines Elternteils verlassen.
Der 19-Jährige war vergangene Woche nach gemeinsamen Ermittlungen von FBI und Scotland Yard gegen die Hackergruppen Anonymous und Lulz Security festgenommen worden. Eine erste Entlassung auf Kaution war am Samstag noch am Einspruch der Staatsanwaltschaft

, die befunden hatte, der Angeklagte müsse in Haft bleiben.

Cyberangriffe vorgeworfen
Dem jungen Briten werden eine Reihe von Cyberangriffen im vergangenen Jahr vorgeworfen. Erst kürzlich soll er die Webseite der britischen Polizeibehörde zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens (SOCA) angegriffen haben.
Nachdem kurz nach seiner Festnahme noch davon die Rede war, dass er eine zentrale Rolle im Aktivistennetzwerk von LulzSec einnahm, wurde dies von LulzSec umgehend per offizieller Mitteilung dementiert.

Mittlerweile hat LulzSec die eigenen Aktivitäten für

erklärt. Ob die Festnahme des 19-Jährigen mit der überraschenden Entscheidung zu tun hatte, ist unklar.

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