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Raubkopien
05/25/2011

Hurt-Locker-Macher klagen 24.583 Torrent-Nutzer

Es ist die größte Massenklage gegen Filesharer bisher: Voltage Pictures will Klage gegen 20.000 BitTorrent-Nutzer einreichen, die den Film Hurt Locker heruntergeladen haben. Bereits im vergangenen Jahr wurden fast 5000 Nutzer geklagt. Der Rechtsstreit könnte für das Filmstudio finanzielle Vorteile haben.

Wie die Website Torrentfreak berichtet, hat das Filmstudio Voltage Pictures Klage gegen 20.000 Personen eingereicht, die den Film Hurt Locker über das BitTorrent-Protokoll heruntergeladen haben. Zusammen mit den Nutzern, die bereits vergangenen Jahr verklagt wurden, ergibt das eine Summe von 24.583. Das macht aus dem Hurt-Locker-Fall den bisher größten BitTorrent-Gerichtsprozess der Welt. Diesen traurigen Rekord hielt bis vor Kurzem noch der Film The Expendables mit

.

Im Moment liegen dem Kläger nur die IP-Adressen der 20.000 neuen, angeklagten Nutzer vor. Laut den Gerichtsakten haben sich die Anwälte von Voltage Pictures bereits mit den Providern der meisten Filesharer in Verbindung gesetzt. Mit Comcast (10.532 Nutzer) und Time Warner (1.750 Nutzer) gibt es noch kein Abkommen. Verizon (5.239 Nutzer) hat sich bereit erklärt, pro Monat 100 Nutzer zu enthüllen, Charter (2.699 Nutzer) 150.

Lukrativ
Obwohl Jahre vergehen könnten, bis alle Nutzerdaten bekannt sind, könnte es sich bei der Klage um ein lukratives Geschäft für Voltage Pictures handeln. Um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen, verlangten Filmstudios von Filesharern in der Vergangenheit zwischen 1.500 und 2.500 US-Dollar. Würden nur 10.000 der 24.583 Angeklagten auf so einen Deal eingehen und 2.000 US-Dollar zahlen, wären das 20 Millionen US-Dollar. In den USA spielte der Oscar-prämierte Film Hurt Locker nur 17 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein.

Für den weiteren Verlauf des Falls ist Richterin Beryl Howell zuständig. Howell gilt als Filesharing-feindlich und war vor ihrer Bestellung zur Richterin für die RIAA, den US-Verband der Musikindustrie, als Lobbyistin tätig. Für ihre Lobby-Tätigkeit hat sie von der RIAA im Zeitraum von 2005 bis 2008 415.000 US-Dollar erhalten.

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