Netzpolitik
24.04.2017

Israel warnt vor Holocaustleugnern in sozialen Medien

Bei einem Treffen von Bildungsministern aus aller Welt warnte Israels Vertreter, dass die Zahl der Holocaustleugner im Internet zugenommen habe.

Israels Erziehungsminister Naftali Bennett hat sich besorgt darüber geäußert, dass vor allem in sozialen Netzwerken immer mehr Menschen den Massenmord der Nazis an den europäischen Juden leugnen. „In den letzten Jahren sehen wir mehr und mehr Leute, die bestreiten, dass der Holocaust stattgefunden hat“, sagte Bennett der Deutschen Presse-Agentur bei einem Besuch im jüdischen Viertel Krakaus.

Wie bewahrt man die Erinnerung?

Auf Initiative seiner österreichischen Amtskollegin Sonja Hammerschmid treffen sich in Krakau Bildungsminister aus zwölf Ländern. Parallel zum alljährlichen Marsch der Lebenden von Auschwitz nach Birkenau beraten sie darüber, wie man in Zukunft den Holocaust der jungen Generation vermitteln kann, wenn es keine Überlebenden mehr gibt.

Der Holocaust war die Ermordung von etwa sechs Millionen Juden durch Nazi-Deutschland und seine Verbündeten. „Der Tag rückt näher, an dem wir von dem letzten Holocaust-Überlebenden Abschied nehmen müssen“, sagte Bennett. Deshalb sei es so wichtig, dass die Bildungsminister darüber beraten, „wie man die Erinnerung an den Holocaust für immer lebendig halten kann“.