"Big Brother" des Bundestrojaners entdeckt

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12/27/2011

Kritik am Umgang mit Überwachungs-Software

Mit dem Verkauf von Spionage-Software unterstützen westliche Staaten nach Ansicht des Netzexperten Evgeny Morozov die Repressionen autoritärer Regime.

Die Hersteller von Überwachungs-Systemen scheuten nicht den Verkauf an Länder wie Syrien oder Iran, sagte er am Dienstag beim Jahreskongress des Chaos Computer Clubs (CCC) in Berlin.

Diktatoren und westliche Technologie-Unternehmen hätten eine „heimliche Liebesaffäre“, sagte Morozov in der Eröffnungsrede des Kongresses. Morozov verglich die Programme mit Waffen: Ein Exportverbot funktioniere nur, wenn es global gelte, sagte der Weißrusse, der an der amerikanischen Stanford-Universität forscht. Er plädierte für eine Außenpolitik, die den Einsatz von Überwachungs-Software berücksichtigt. Die futurezone traf den Experten in Berlin zum Gespräch, ein ausführliches Interview folgt.

Der CCC sieht sich selbst in einer wichtigen gesellschaftlichen Rolle. CCC-Sprecher Frank Rieger betonte die exponentiell wachsende Bedeutung von Technologie in der heutigen Zeit. Die Aktivitäten der Hacker-Community seien daher nicht nur eine Spielerei - „wir sind im Zentrum der gesellschaftlichen Entwicklung“.

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