Netzpolitik
04.08.2014

LA: Drohnen erhalten Flugverbot über Polizeistationen

Ein US-amerikanischer Hobbyfilmer hat eine Diskussion um ein Flugverbot für Drohnen über Polizeistationen losgetreten. Er beobachtet regelmäßig Polizisten per Drohne.

Die Stadt Los Angeles erwägt ein Verbot von Drohnen über Polizeistationen. Auslöser der Diskussion ist Daniel Saulmon, ein US-amerikanischer Hobbyfilmer, der mit Hilfe einer Drohne mehrere Polizeistationen gefilmt hat und nun dabei erwischt wurde. Saulmon ist bereits bekannt für seine Aktivitäten. Er hat es sich zum Hobby gemacht, die Polizisten bei der Ausübung ihres Dienstes per Drohne zu beobachten. Auf diesem Weg will er mögliches Fehlverhalten dokumentieren. Zuvor war er lediglich mit einem Camcorder unterwegs.

„Was uns daran besorgt ist, dass sie über ein Privatgrundstück fliegen, das abgesperrt ist. Man bekommt einen Überblick darüber, wie der Aufbau der Polizeistation ist, wie wir arbeiten sowie auf private Nummernschilder. Wenn jemand über ihr Haus in ihren Garten fliegen würde, würden sie auch Fragen stellen“, so Lt. Michael Ling vom LAPD. Gegenüber der LA Times äußerte sich Saulmon skeptisch über diese Begründung: „Auf einmal meinen sie, ich würde das Gelände unerlaubt betreten, obwohl ich am Gehsteig stehe. So kann man keine Privatsphäre erwarten. Wenn man Privatsphäre will, sollte man ein Dach bauen.“

Unklares Recht

Der private Einsatz von Drohnen in den USA ist weitestgehend unreguliert, es kommt aber immer wieder zu Streitfällen. So wurde ein Mann, der mit einer Drohne über die Universität Virginia geflogen ist, zu einer Strafe von 10.000 Dollar verurteilt, die Transportsicherheits-Behörde NTSB sprach den Mann jedoch frei. Die Luftfahrtbehörde FAA hat Berufung eingelegt.