Europa
07/20/2012

Mobile Dienste: EU will von Google Änderungen

Laut einem Zeitungsbericht verlangt die EU-Kommission von Google Zugeständnisse bei seinen mobilen Angeboten auf Smartphones und Tablets.

Es handelt sich dabei um eine neue Forderung von Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia, berichtete die Financial Times am Freitag unter Berufung auf informierte Personen. Bisher ging es bei der Brüsseler Wettbewerbsuntersuchung nach Beschwerden von Konkurrenten vor allem um Suchmaschinen- und Werbegeschäft.

Verhandlungen mit Wettbewerbshütern
Die Gespräche zwischen dem Internet-Konzern und der EU-Kommission über eine Beilegung der Untersuchung sind demnach in einer kritischen Phase. Almunia könne kommende Woche entscheiden, ob er weiter verhandeln oder offiziell eine Änderung von Googles Geschäftspolitik fordern wolle. Letzteres könnte einen langen juristischen Konflikt mit drohenden Milliarden-Strafen in Gang setzen. Google habe die Anfang Juli eingereichten Vorschläge bereits nachgebessert, schrieb die Financial Times. Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt habe im vergangenen Monat mehrfach mit Almunia gesprochen.

Probleme
Die Kommission habe vier Problempunkte ausgemacht. Zum einen sei Almunia besorgt, dass Google eigene Produkte in Suchergebnissen systematisch bevorzuge. Außerdem finde er, dass Google Inhalte von Rivalen ohne Erlaubnis kopiere, den Wettbewerb mit Vereinbarungen mit anderen Websites behindere und Werbekunden von einem Wechsel zu anderen Suchmaschinen abhalte. Google weise die Vorwürfe zurück und strebe eine Einigung ohne Schuldeingeständnis an, berichtete die Zeitung. Sollten die Gespräche weitergehen, könnten sie bis zum Herbst andauern.

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