Netzpolitik
04.03.2013

Musik: Ist digital besser?

Am Donnerstag diskutiert der deutsche Musikindustrie-Dissident Tim Renner in Wien über neue Potenziale der Musik- und Kulturproduktion und die Frage, wie Produzenten ein Einkommen gesichert werden kann.

Früher hieß es, wer nicht mindestens tausend Platten zu Hause habe, solle über Musik lieber gar nichts sagen. Das gilt schon lange nicht mehr. Wer will, kann heute ohne viel Aufwand auf ein breites Repertoire an allen möglichen Musikstilen zugreifen, selbst Produktionen, die in keinen Katalogen mehr aufscheinen, sind häufig nicht weiter als einen Klick entfernt. Vermutlich hat es noch nie so viel und so vielfältige Musik gegeben.

Im Wiener rhiz (U-Bahnbogen 37-38, Lerchenfelder Gürtel, 1080) wird am Donnerstagabend (7. März, 19.00 Uhr) der Frage nachgegangen, wie die neuen Potenziale der Kulturproduktion im öffentlichen Interesse realisiert und den Produzierenden eine Einkommensgrundlage gesichert werden kann.

Bei der "Ist digital besser?" betitelten Diskussionsveranstaltung ist der deutsche Musikindustrie-Dissident Tim Renner zu Gast, der 2004 dem Musikkonzern Universal den Rücken kehrte und seither mit seinem Unternehmen Motor Music mit neuen Geschäftsmodellen in der Musikwirtschaft experimentiert. Mit ihm werden der Musiker, Urheberrechtsverweigerer und Betreiber der Plattform klingt.org, Dieter Kovacic, und der Gründer des Elektronikfestivals Phonotaktik und ehemalige mica-Direktor, Peter Rantasa, diskutieren. Moderieren wird Elisabeth Mayerhofer von der IG Kultur Österreich. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.