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Hackerjagd
07/20/2011

Mutmaßliche Anonymous-Mitglieder verhaftet

Die Bundespolizei FBI nahm nach eigenen Angaben 16 mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe Anonymous fest. Sie werden verdächtigt, der Enthüllungsplattform Wikileaks geholfen zu haben. Ihnen werde Verschwörung sowie "vorsätzliche Beschädigung geschützter Computer" vorgeworfen, teilte das FBI am Dienstag mit. Darüber hinaus wurden weitere Festnahmen in den Niederlanden sowie eine in Großbritannien vermeldet. Die britische Polizei nahm einen 16-jährigen Jugendlichen fest.

Im Einzelnen hält das FBI 14 Verdächtigen vor, im vergangenen Dezember Cyberattacken auf die Bezahlplattform PayPal gestartet zu haben. Nach der Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen Vergewaltigungsvorwürfen von zwei Schwedinnen im Dezember hatten Unterstützer der Enthüllungsplattform Cyber-Attacken gegen Unternehmen gestartet, die sich geweigert hatte, weiterhin Spenden an Wikileaks weiterzuleiten. Dies betraf unter anderem die Internetseiten von Visa, Mastercard und PayPal.

Maximal 10 Jahre Haft in den USA
Den 14 Verdächtigen wird Verschwörung vorgeworfen, was mit fünf Jahren Gefängnis geahndet werden kann, sowie vorsätzliche Sachbeschädigung von geschützten Rechnern, was maximal eine Strafe von 10 Jahren Haft nach sich ziehen kann.

Den Angaben zufolge wurden die Verdächtigen in den USA in mehreren Bundesstaaten festgesetzt, unter anderem in New York, Kalifornien, Florida und Nevada. Die Festgenommenen seien zwischen 20 und 42 Jahre alt.

Angriffe auf "korrupte Institutionen"
Nach eigenen Angaben verschaffte sich die Hackergruppe zudem kürzlich Zugang zu 90.000 E-Mail-Daten von Angehörigen der US-Streitkräfte und Mitarbeitern von Rüstungsunternehmen.

Die Gruppe Anonymous trat erstmals 2008 mit Aktionen gegen die umstrittene Organisation Scientology auf. Im Juli dieses Jahres hat die Gruppe die Internetseiten der

. Man wolle auf diese Weise gegen "Regierungen, Banken und andere korrupte Institutionen" vorgehen, so Anonymous.

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