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Geheimdienst
01/31/2014

Navy-Vizeadmiral als neuer NSA-Chef nominiert

Der künftige Chef des umstrittenen US-Geheimdienstes NSA soll nach dem Willen von US-Präsident Obama wieder ein ranghoher Militär werden.

US-Präsident Barack Obama hat den Vizeadmiral der Marine, Michael Rogers, als neuen Chef des umstrittenen Geheimdienstes NSA nominiert. Der 53-Jährige solle auch das Cyber Command anführen, also das Spezialkommando der Streitkräfte für digitale Kriegsführung, teilte Verteidigungsminister Chuck Hagel am Donnerstag mit. Bürgerrechtler hätten sich einen Zivilisten gewünscht. Im Falle seiner Bestätigung durch den Senat würde Rogers auf beiden Posten Nachfolger von Keith Alexander werden, der am 14. März in den Ruhestand geht.

Experte für Computersicherheit

Rogers gilt seit längerem als Favorit bei der Nachfolgersuche. Der ausgebildete Kryptologe hat eine 30-jährige Karriere beim US-Militär hinter sich und ist ein Fachmann für Informationssicherheit. „Dies ist eine kritische Zeit für die NSA und Vizeadmiral Rogers würde eine beträchtliche und einzigartige Qualifikation für diese Position mitbringen“, sagte Hagel in der Mitteilung.

Das gelte auch für Umsetzung der Reformen für die NSA, die Obama jüngst anordnete. Rogers habe als Kommandant der Zehnten Flotte und des Cyberkommandos der Navy bereits Führungsstärke und großen Sachverstand bewiesen. „Ich bin zuversichtlich, dass (er) die Weisheit besitzt, die Ansprüche der Sicherheit, Privatsphäre und Freiheit im digitalen Zeitalter in Einklang zu bringen“, sagte Hagel.

Bürgerrechtler forderten Zivilisten

Die NSA macht Negativschlagzeilen, seit der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden interne Dokumente öffentlich machte. Diese belegten, wie die Spionagebehörde weltweit millionenfach Telefonatdaten sammelt, E-Mails mitliest und Regierungschefs ausspähte. Bürgerrechtler und auch eine von Obama eingesetzte Expertenkommission hätten sich einen Zivilisten an der NSA-Spitze gewünscht.

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