Netzpolitik 04.12.2014

Netz-Freiheit in Russland und Türkei stark gefährdet

Immer mehr Regierungen wollen den Informationsfluss im Internet regulieren oder einschränken. Dies ist das Ergebnis der Studie „Freedom on the Net 2014“.

Laut der am Donnerstag von der US-Nichtregierungsorganisation Freedom House in Washington präsentierten Studie fielen besonders Russland, Türkei, Ukraine und Angola mit massiven Einschränkungen der Internet-Freiheit im Vergleich zu den Vorjahren auf.

Negativtrend

Von 65 untersuchten Ländern verschärften sich der Studie zufolge in 36 die staatlichen Zensurbemühungen. In Russland habe die Regierung seit der erneuten Präsidentschaft von Wladimir Putin im Jahr 2012 mehrere Gesetze in Kraft gesetzt, um Online-Inhalte Medien der Opposition zu blockieren. In der Türkei seien darüber hinaus auch die Dienste YouTube und Twitter monatelang gesperrt gewesen.

In einem Ländervergleich kam Island als das Land mit den geringsten Einschränkungen bei der Internet-Nutzung vor Estland und Kanada auf Platz eins. Auf den Plätzen vier bis sechs landeten Australien, Deutschland und die USA. Daten zu Österreich wurden nicht berücksichtigt.

Restriktionen

Die härtesten Einschnitte bei der Internet-Nutzung gibt es in Iran, Syrien, China, Kuba und Äthiopien. Für die Rangliste wurden Aspekte wie Hürden für den Zugang zum Internet, inhaltliche Einschränkungen und Verletzung von Nutzer-Rechten bewertet.

( futurezone/apa ) Erstellt am 04.12.2014