Für Millionen Nigerianer öffnet sich das Fenster zum elektronischen Bezahlen - und zur biometrischen Überwachung

© REUTERS/AKINTUNDE AKINLEYE

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09/03/2014

Nigeria führt biometrische Ausweise mit Zahlfunktion ein

Neue "eID"-Personalausweise beinhalten Fingerabdrücke und Iris-Scans. Millionen Bürger sollen damit erstmals Zugang zu Finanzdienstleistungen erhalten.

Nur 30 Prozent aller 167 Millionen Nigerianer haben momentan ein Bankkonto. Um auch dem Rest des Landes bargeldloses Bezahlen zu ermöglichen, wurde in den neuen Personalausweisen eine Bezahlfunktion integriert. Die Bezahlfunktion wird vom Kreditkartenunternehmen MasterCard betrieben. Um mit dem Personalausweis zu bezahlen, muss man zuerst Geld auf die Karte laden (Prepaid).

"Die Karte ist nicht nur ein Mittel, um deine Identität zu zertifizieren, sondern auch eine Datenbank zu persönlichen Angaben und eine Bezahl-Karte, alles in deiner Tasche", zeigt sich Nigerias Staatspräsident Goodluck Jonathan gegenüber der BBC begeistert. Ein ähnliches Projekt, landesweit Personalausweise einzuführen, ist vor zehn Jahren gescheitert.

Bei der Ausstellung des Personalausweises werden Abdrücke aller zehn Finger sowie die Iris der Bürger gescannt. Der Ausweis wird außerdem mit einem Lichtbild versehen. "Die Karte zerschlägt eine der größten Hürden für Finanzdienstleistungen - den Identitätsbeweis", sagt MasterCard-Sprecher Daniel Monehin.

Dem offiziellen Start des Ausstellungsprogrammes ging ein Pilotprojekt voraus, bei dem bereits 13 Millionen Ausweise ausgestellt wurden. Die Ausweise werden in eigenen Büros in allen 36 Provinzen des Landes kostenlos ausgestellt. Kosten fallen einzig beim Ersatz von Karten an.

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