Netzpolitik
21.11.2010

Nokia baut Touchscreen aus Eis

Der finnische Handy-Konzern beweisst anhand eines Experiments, dass Multitouch-Steuerung nicht auf Glas-Screens beschränkt ist. Die Technologie ist mit der in Microsofts Surface vergleichbar.

"Das war zwar nur ein spielerisches Experiment, aber damit konnten wir zeigen, dass interaktive Computer-Oberflächen überall gebaut werden können", erklärt Nokia-Forscher Jyri Huopaniemi gegenüber NewScientist. Für das Experiment erzeugten die Nokia-Wissenschaftler eine 1,5 mal zwei Meter große Eis-Wand aus zwölf Eisblöcken.

Infrarot statt Sensoren
Um die Oberfläche interaktiv zu gestalten, setzten die Forscher auf Projektionstechnologien. Bei der sogenannten Rear-Diffused-Illumination-Technik (RDI) wird eine hinter dem Screen angebrachte infrarotähnliche Lichtquelle mit Kameras gekoppelt, die alle Bewegungen auf der durchsichtigen Oberfläche registrieren.

Berührt man die Oberfläche mit der Hand, wird das von der Lichtquelle ausgesandte Licht reflektiert. Die durch die Kameras aufgezeichneten Bilder werden vom Computer ausgewertet, der die Position und etwaige Interaktionen der Hand berechnet. Auf diese Weise können durchsichtige Oberflächen auch ohne Touchsensorik interaktiv gestaltet werden.

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Für die Demonstration wurden bei Berührung Flammen auf den Eis-Touchscreen projiziert. Die Technik könnte etwa im berühmten schwedischen Eishotel zum Einsatz kommen, meint Nokia.

(futurezone)