Netzpolitik
06.12.2016

Nordkorea hackt geheime Daten von südkoreanischem Militär

Erstmals ist es Nordkorea offenbar gelungen, in das IT-Netzwerk der südkoreanischen Streitkräfte einzudringen und Informationen zu entwenden.

Cyber-Geplänkel zwischen Nord- und Südkorea sind in der Vergangenheit bereits öfters vorgekommen. Nun ist es nordkoreanischen Hackern offenbar gelungen, in das Computernetzwerk des südkoreanischen Militärs einzudringen und sensible Daten abzugreifen.

"Es sieht so aus, als wären die Intranet-Server unserer Cyber-Command-Abteilung mit Malware kontaminiert. Es wurden Militärdokumente mit geheimen Informationen gestohlen", sagt ein Sprecher der südkoreanischen Streitkräfte gegenüber der Nachrichtenagentur Yonhap. Welche Dokumente genau entwendet wurden sei noch unklar. Südkorea vermutet, dass Nordkorea hinter den Attacken steckt.

Nordkorea wird regelmäßig nachgesagt, schlagfertige Cyberwar-Streitkräfte mit tausenden "IT-Soldaten" zu besitzen. Hacker aus Nordkorea wurden bereits in der Vergangenheit beschuldigt, Cyberangriffe auf Südkorea durchgeführt zu haben. Attacken auf Medienhäuser, Banken, Kraftwerke und Smartphones sollen auf das Konto von Nordkorea gehen. Auch hinter dem Sony-Hack aus dem Jahr 2014 werden nordkoreanische Hacker vermutet. Pjöngjang hat die Anschuldigungen stets zurückgewiesen.