Netzpolitik
14.12.2013

NSA-Ermittler wollen Amnestie für Snowden

Einige Mitarbeiter der amerikanischen Spionagebehörde NSA würden offenbar Straffreiheit für den Whistleblower befürworten, um ihn in die USA zurück zu bekommen

Der Fernsehsender CBS News zitierte am Freitag einen führenden Ermittler aus einem Bericht, der am Sonntag vollständig ausgestrahlt werden soll. Demnach sprachen sich einige Personen für eine Straffreiheit von Edward Snowden aus.

Die bisherigen Enthüllungen des in Russland im Asyl lebenden Snowden seien nur ein Bruchteil von dem, was der Computerexperte aus seinen gesammelten Daten an die Öffentlichkeit bringen könnte, sagte der Ermittler Rick Leggett dem Sender. Seine persönliche Meinung sei, dass es sinnvoll wäre, über eine Amnestie nachzudenken. „Ich brauchte vorher die Garantie, dass die verbleibenden Daten sichergestellt werden, und mein Maßstab für diese Versicherung läge sehr hoch“, so Leggett. Es gebe noch andere NSA-Mitarbeiter, die so dächten wie er.

Snowden wäre bereit

Snowden hatte bereits erklärt, dass er in die USA zurückkehren würde, wenn die US-Behörden ihm Straffreiheit garantierten. Der Chef der Geheimdienstbehörde, Keith Alexander, lehnte diese Idee ab. „Das wäre so, als nimmt ein Entführer 50 Geiseln, erschießt zehn von ihnen und sagt dann: Wenn ihr mir Straffreiheit gewährt, lasse ich die restlichen 40 frei“, sagte er dem Sender. Er denke, Menschen müssten für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden.