NSA Hauptquartier

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Belgien

NSA soll Telekom-Konzern Belgacom ausspioniert haben

Die amerikanische National Security Agency (NSA) soll laut Medienberichten den größten belgischen Telekommunikationsprovider Belgacom seit 2011 ausspioniert haben. Belgacom erstattete in Belgien Klage wegen eines "Eindringens auf digitalem Wege" in seine Systeme. Die dabei verwendete Technik lege nahe, dass ein anderes Land dahinter stecke, berichtete die Zeitung "De Standaard" am Montag.

"Wenn sich diese Hypothese bestätigt und tatsächlich von Cyberspionage die Rede ist, verurteilt die Regierung diesen Einbruch und diesen Eingriff in die Integrität des staatlichen Betriebs auf das Schärfste", erklärten Ministerpräsident Elio Di Rupo, Innenministerin Joelle Milquet und Justizministerin Annemie Turtelboom in einem gemeinsamen Statement. "In diesem Fall wird die Regierung angemessene Schritte unternehmen."

Die Rupo erklärte, dass der Eingriff bei Belgacom keine Sabotage zum Ziel gehabt habe, sondern das Sammeln strategischer Informationen. Derzeit würden Polizei, Staatsanwaltschaft und der belgische Telekom-Regulator die Sache gründlich prüfen. Der belgische Staat ist Mehrheitsgesellschafter bei Belgacom.

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