Netzpolitik 09.09.2013

NSA soll Zugang zu Handy-Nutzerdaten haben

© Bild: rts/MARK BLINCH

Laut Geheimdokumenten kann der US-Geheimdienst Nutzerdaten von iPhones, Android- und Blackberry auslesen, darunter auch den kompletten SMS-Verkehr und Aufenthaltsorte.

Der US-Geheimdienst NSA hat nach einem „Spiegel“-Bericht Zugang zu Nutzerdaten von Smartphones führender Hersteller. Betroffen seien Apples iPhone, BlackBerry -Geräte und Googles Betriebssystem Android, berichtete das Magazin unter Berufung auf Unterlagen des US-Geheimdienstes.

Der NSA ist es laut „Spiegel“ möglich, nahezu alle sensiblen Informationen eines Smartphones auszulesen, etwa Kontaktlisten, den SMS-Verkehr, Notizen und Aufenthaltsorte seines Besitzers. Außerdem habe die NSA den Unterlagen zufolge für jeden größeren Hersteller von Handy-Betriebssystemen eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet, deren Ziel es sei, heimliche Zugänge zu Smartphones zu ermöglichen.

Der Geheimdienst soll auch das besonders gesicherte BlackBerry-Mailsystem geknackt haben. Der „Spiegel“ schreibt, die von ihm eingesehenen Materialien legten den Schluss nahe, dass die betroffenen Unternehmen nichts von den Ausspähungen wussten. Blackberry bekräftigt, selbst jedenfalls keine Hintertür für Geheimdienste zu den eigenen Diensten geschaffen zu haben.

( APA ) Erstellt am 09.09.2013