Netzpolitik
08.03.2011

Oberösterreich bekommt eigene Cyber-Abwehr

Einem Bericht von "Die Presse" zufolge haben sich 16 oberösterreichische Institutionen und Unternehmen zusammengeschlossen, um im Notfall gegen Internetangriffe vorgehen zu können.

Unter dem Titel „Arbeitskreis Cyber Security Oberösterreich“ haben sich einem Bericht von "Die Presse" zufolge 16 oberösterreichische Firmen und Institutionen zu einer Cyber-Abwehr formiert, darunter die Landesregierung, die Voestalpine, die Raiffeisenlandesbank, die Industriellenvereinigung, Siemens und die Energie AG. Oberösterreich ist damit das erste Bundesland Österreichs, dass eine firmenübergreifende Organisation bekommt, die sich mit der neuen Bedrohung auseinandersetzt. Bis dato waren Unternehmen bei Cyber-Angriffen auf sich alleine gestellt.

Oberst Dieter Muhr, dem Koordinator des Projekts, zufolge hätte die "Bedrohung aus dem Netz hat massiv zugenommen“, zitiert "Die Presse". Über die genaue Zahl und die Dimension der Bedrohung hält man sich aber bedeckt, Zahlen wurden keine genannt.

Der Arbeitskreis will sich sowohl mit Betriebsspionage als auch kritischen Punkten in der IT-Infrastruktur auseinandersetzen. In Krisensituationen will man sich gegenseitig beistehen, Szenarien für den Diebstahl von Bankdaten oder dem Angriff eines Wurms wie Conficker wurden bereits durchgespielt. In Folge soll entschieden werden, wie die " Cyber Security Oberösterreich" institutionalisiert werden soll.