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"Farewell Privacy" Österreichweit Proteste gegen Vorratsdaten.

Foto: Jakob Steinschaden
Bei Demonstrationen am Samstagnachmittag in Wien und einigen Landeshauptstädten protestierten zahlreiche Bürger gegen die Vorratsdatenspeicherung, die am Sonntag in Österreich in Kraft tritt.

In Wien und mehreren Landeshauptstädten ist es am Samstag zu Protestdemonstrationen gegen die mit 1. April in Kraft tretende Vorratsdatenspeicherung gekommen. In der Bundeshauptstadt nahmen nach Angaben der Polizei 500 Teilnehmer an dem Protestmarsch teil, der um 14.00 Uhr am Westbahnhof begann und um 17.00 Uhr mit einer Abschlusskundgebung vor dem Parlament endete. Die Initiative für Netzfreiheit und der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) sprachen von rund 1400 Teilnehmern in Wien. Proteste gab es auch in Linz, Salzburg, Innsbruck und Graz.

"Farewell Privacy"
Das Motto lautete "Farewell Privacy", die Demonstranten auf der Wiener Mariahilfer Straße trugen dabei in mehreren Särgen symbolisch die Privatsphäre zu Grabe. Viele Teilnehmer trugen Guy-Fawkes-Masken, dem Symbol von Anonymous.

Am Sonntag will AnonAustria, der Österreich-Ableger des Internet-Kollektivs, aus Protest gegen die Vorratsdatenspeicherung "Österreich erschüttern", und zwar mit der Veröffentlichung von angeblich heiklem Datenmaterial unter anderem aus Politiker-E-Mails.

Die Vorratsdatenspeicherung sieht die verdachtslose Speicherung sämtlicher Verbindungsdaten von Telefon, Handy, Internet und E-Mail für sechs Monate vor. Fast 85.000 Österreicher haben bereits eine Bürgerinitiative gegen die Datenspeicherung unterzeichnet, auch eine Verfassungsklage ist in Vorbereitung. 

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(futurezone, apa) Erstellt am 31.03.2012, 16:00

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