Netzpolitik
03.11.2016

Oettinger entschuldigt sich für "Schlitzaugen"-Sager

Für seine umstrittenen Äußerungen gegenüber Menschen aus Asien und über die gleichgeschlechtliche Ehe bittet der EU-Kommissar nun um Verzeihung.

Der EU-Kommissar Günther Oettinger hat sich für seine umstrittenen Aussagen entschuldigt. „Ich hatte Zeit, über meine Rede nachzudenken, und sehe jetzt, dass die von mir verwendeten Worte schlechte Gefühle hervorriefen und vielleicht Menschen verletzten“, erklärte der deutsche EU-Politiker in einer Aussendung am Donnerstag. „Das war nicht meine Absicht, ich würde mich gerne dafür entschuldigen.“

Oettinger hatte zuletzt in einer Rede in Hamburg Chinesen als „Schlitzaugen“ bezeichnet, von einer vermeintlichen „Homo-Pflichtehe“ gesprochen und durchklingen lassen, dass Frauen ohne Quotenregelung keine Spitzenpositionen erreichen könnten. Außerdem hatte er angesichts der ursprünglichen Ablehnung des Handelsabkommens EU-Kanada (CETA) durch die Wallonie die belgische Region als von Kommunisten geführt bezeichnet, die ganz Europa blockierten. Gegenüber der „Welt“ meinte Oettinger nur, „Schlitzaugen“ sei eine „saloppe Äußerung“ gewesen.