Veröffentlichungen
04/02/2012

Pastebin will gegen Hacker-Leaks vorgehen

Webseite will neues Personal einstellen, das Inhalte überwacht

Der Web-Dienst Pastebin ist bei Hackern äußerst beliebt, wenn es um die Veröffentlichung von heiklen Daten geht, die sie bei Attacken auf Webseiten erbeutet haben. Anonymous, AnonAustria LulzSec oder Antisec nutzen/nutzten Pastebin in der jüngeren Vergenenheit regelmäßig. So wurden auch Daten aus den Hacks der spanischen Sicherheitsfirma Panda Labs, die US-Security-Firma Stratfor sowie die Porno-Seite YouPorn dort veröffentlicht.

1200 Beschwerden pro Tag
Der Betreiber der Seite, der 28-jährige Niederländer Jeroen Vader, will jetzt schärfer gegen die Veröffentlichungen heikler Daten vorgehen, wie er der BBC sagte. Er bittet die Nutzer, keine Passwort-Listen, keinen Source Code und keine persönlichen Informationen mehr auf Pastebin zu stellen. Denn derzeit würde er pro Tag etwa 1200 Missbrauchsmeldungen von anderen Nutzern erhalten, die sich über die veröffentlichten Daten beschweren.

Täglich soll Pastebin derzeit bei 17 Mllionen Besuchern halten. Die Webseite generiert Einnahmen über eingeblendete Werbung.

Pastebin selber Opfer
Um auch aktiv gegen die Leaks vorzugehen, will Vader jetzt neues Personal einstellen, die den Content auf der Seite überwachen werden. Außerdem muss rechnet er weiterhin damit, selbst zum Opfer von Hackern zu werden - Pastebin gilt als beliebtes Ziel von Angreifern, die sich an DDoS-Angriffen versuchen.

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