Netzpolitik
06/23/2013

Piratenpartei fixiert Kandidaten für NR-Wahl

An diesem Wochenende finden sich die österreichischen Piraten zu ihrer Bundesgeneralversammlung zusammen, bei der unter anderem die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahl beschlossen wurde. Mario „Romario“ Wieser wird Spitzenkandidat sein.

Die Piratenpartei Österreichs geht mit Mario „Romario" Wieser, einem 26-jährigen Techniker aus Oberösterreich, an der Spitze in den Nationalratswahlkampf. Dahinter folgen auf der Bundesliste Juliana „Juli" Okropiridse (Physikstudentin, 20, Wien) und Philipp „Fisima" Pacanda (Gemeinderat der Piraten in Graz, 34, Steiermark), teilte die Partei am Sonntag in einer Aussendung mit.

Erstellt wurde die Kandidatenliste am Samstag im Rahmen der Bundesversammlung der Partei in St. Pölten. Es war bereits das zweite Mal, dass die Piraten ihre Kandidaten festlegten. Zum ersten Mal wurde eine Liste mit teilweise anderen Personen schon im Februar gewählt. Dabei habe es sich jedoch nur um eine vorläufige Liste gehandelt, hieß es seitens der Piraten.

Man habe „mehr Buntheit und mehr Frauen" angestrebt, das sei mit der nun endgültigen Reihung gelungen. Juliana Okropiridse verdrängte dabei Philipp Pacanda auf den dritten Platz, den ursprünglich der nun nicht mehr aufscheinende Wiener Rodrigo „Salsabor" Jorquera innehatte.

Wahlkampfthemen
Auch die Themen für den Wahlkampf wurden festgelegt. Dazu zählen unter anderem die Aufhebung des Amtsgeheimnis, mehr direkte Demkratie sowie Korruptionsbekämpfung und vielfältige Medienförderung, also auch online.

Diese Woche wurde auf Initiative der österreichischen Piraten außerdem eine gemeinsame Anti-PRISM-Deklaration entworfen, die in sechs Punkten aufzeigen soll, was europaweit gegen Überwachungsmaßnahmen unternommen werden müsse.

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