Trotz der Schließung wolle man weiterhin in Forschung investieren, man werde jedoch die Zahl der Standorte reduzieren

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EuGH-Urteil
06/12/2014

"Recht auf Vergessen": Bing arbeitet an Lösch-Lösung

Nach Google arbeitet auch Microsoft an einem Verfahren dafür, wie Nutzer ihre sensiblen persönlichen Daten löschen lassen können.

Nach dem EuGH-Urteil zum Recht auf Vergessen gab auch Microsoft an, „an einem speziellen Verfahren für die Bewohner der Europäischen Union“ zu arbeiten, um sensible persönliche Informationen künftig von Bing verschwinden zu lassen. Microsoft hat jedoch noch nicht entschieden, wie das Verfahren aussehen wird.

Es werde noch „einige Zeit in Anspruch nehmen, ein geeignetes System zu entwickeln. Weitere Informationen über die Möglichkeit entsprechender Löschanträge zu stellen, werden wir bald zur Verfügung stellen", heißt es seitens des Unternehmens.

Google hat bereits ein entsprechendes Formular ins Netz gestellt, mit dem Europäer die Löschung unliebsamer Daten beantragen können.

Der EuGH hatte Mitte Mai entschieden, dass Internet-Suchmaschinen bei einer Suche nach einem Namen in bestimmten Fällen nicht alle Treffer anzeigen dürfen. EU-Bürger können von Suchmaschinenbetreibern verlangen, dass sie Links nicht mehr anzeigen, wenn die Inhalte ihre Persönlichkeitsrechte verletzen. Lehnen die Suchmaschinenbetreiber dies ab, können Betroffene die zuständigen Datenschutzbeauftragten einschalten oder klagen.