Netzpolitik
01.06.2014

"Reset the Net": Aktionstag gegen Internet-Überwachung

Vor einem Jahr erschienen die ersten, auf Dokumenten von Edward Snowden, basierenden Berichte über NSA-Überwachung. Bürgerrechtler rufen zur Rückeroberung des Netzes auf.

Am Donnerstag, vor einem Jahr, erschien der erste Bericht über die von Edward Snowden enthüllte Massenüberwachung der NSA. Zum Jahrestag rufen Bürgerrechtsorganisationen und Internet-Unternehmen unter dem Motto „Reset the Net“ zur Rückeroberung des Internets auf. Unter den Initiatoren und Unterstützern des Aktionstags finden sich reddit, boingboing, DuckDuckGo, Amnesty International sowie die Electronic Frontier Foundation (EFF).

„Gift für das Internet“

„Massenüberwachung ist Gift für das Internet“, schreibt etwa die EFF. Das Internet könne Demokratie, Innovation und Kreativität fördern, aber es werde als Werkzeug zur Bespitzelungen missbraucht.

Software-Tools für mehr Privatsphäre

Die Initiatoren des Aktionstags rufen dazu auf, Software-Tools zu installieren zur Verschlüsselung und Anonymisierung zu installieren. Ein entsprechendes Paket an freier Software wird zur Verfügung gestellt. Auch Website-Betreiber und Entwickler werden in die Pflicht genommen. Sie sollen dazu angehalten werden, etwa Https und Forward Secrecy gegen die Überwachung der Geheimdienste einzusetzen.

Der erste auf Edward Snowdens Dokumenten basierende Bericht über die NSA-Überwachung, wurde von Glenn Greenwald am 5. bzw. 6. Juni 2013 im „Guardian“ veröffentlicht. Als der Text online ging, war in den USA noch der 5. , in Europa jedoch bereits der 6. Juni. Zahlreiche weitere Enthüllungen folgten. Zuletzt berichtete die „New York Times“ über die Verwendung von Gesichtserkennungssoftware durch die NSA.