Netzpolitik
26.03.2014

Russische Regierung misstraut Apple, kauft Samsung Tablets

Aus Angst vor den Spionagetätigkeiten der USA verzichtet Russland in Zukunft auf den Einsatz von iPads in Behörden. Samsung profitiert.

Die russische Regierung hat aus Angst vor Spionage technisch umgerüstet: Statt der iPads des US-Fabrikanten Apple haben die Regierungsmitglieder nun Tablet-Computer der südkoreanischen Marke Samsung. Der russische Minister für Telekommunikation, Nikolai Nikiforow, gab am Mittwoch Risiken der Spionage als Grund für diesen Schritt an. Die neuen Tablets hätten eine „speziell geschützte Ausrüstung“, zitierten russische Nachrichtenagenturen den Minister.

Viele der im Ministerrat ausgetauschten Informationen seien nun einmal „geheim und die Geräte von Samsung entsprechen diesen Forderungen vollständig“, sagte er. Russland plane zwar keine Sanktionen gegen US-Technologiefirmen und wolle auch den Einkauf der Produkte nicht drosseln, zitierten die Agenturen Nikiforow.
Aber er werde seine Regierung auffordern, bei öffentlichen Aufträgen bei der Wahl ihrer Partner Sorgfalt walten zu lassen. Medienberichte darüber, dass die US-Geheimdienste die Zahl abgefangener Daten „erhöhen“ wolle, seien natürlich „beunruhigend“.