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Geheimdienst Russland bestreitet Verbindung zu Yahoo-Hack.

 
  - Foto: AP/Marcio Jose Sanchez
Russland bestreitet, dass man am Hack des Internet-Konzerns Yahoo beteiligt gewesen sei. Die USA haben Anklage gegen vier russische Agenten erhoben.

Russland hat US-Hackervorwürfe an seinen Geheimdienst FSB zurückgewiesen. Der Inlandsgeheimdienst sei nicht an illegalen Cyber-Aktivitäten beteiligt, sagte ein Kreml-Sprecher am Donnerstag. Er habe bislang keine offiziellen Informationen zu den Vorwürfen erhalten und wisse davon nur aus Medienberichten. Russland habe aber wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass keine russischen Regierungseinrichtungen, einschließlich des FSB, an ungesetzmäßigen Aktivitäten im Internet beteiligt seien.

Die USA hatten zuvor erstmals Anklage gegen russische Geheimagenten wegen eines Cyberangriffs erhoben. Das Justizministerium in Washington erklärte am Mittwoch, vier Männer - darunter zwei Mitglieder des russischen Geheimdienstes FSB - seien verantwortlich für den Hackerangriff 2014 auf Yahoo, bei dem die Daten von 500 Millionen E-Mail-Konten erbeutet worden waren.

Immer wieder Russland

Yahoo wurde in den vergangenen Jahren Opfer von mindestens zwei großen Cyberangriffen. Dabei verschafften sich Hacker 2013 Zugang zu etwa einer Milliarde Nutzer-Konten und 2014 zu den E-Mail-Konten. Die Anklage vom Mittwoch umfasst auch Wirtschaftsspionage und Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen. Die US-Behörden werfen Russland vor, im US-Wahlkampf in die Computer der Demokraten eingedrungen zu sein.

(rts) Erstellt am 16.03.2017, 11:44

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