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Geheimdienste Russland soll belastende Informationen über Trump besitzen.

Stellt Anschuldigungen in Abrede: Donald Trump
Stellt Anschuldigungen in Abrede: Donald Trump - Foto: AP/Evan Vucci
Geleakte Dokumente, in denen von belastenden Informationen über Donald Trump und von Verbindungen des Trump-Lagers mit russischen Diensten die Rede ist, sorgen für Aufregung.

Russische Spione sollen über kompromittierendes Material gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump verfügen. Die entsprechenden Dokumente seien in der vergangenen Woche Trump präsentiert worden, berichtet der Sender CNN am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Vorwürfe seien Teil eines Geheimdienstberichts. Die Behauptungen stammten unter anderem aus ehemaligen britischen Geheimdienstkreisen. Das FBI untersuche derzeit die Glaubwürdigkeit und Genauigkeit des Materials, das vor allem auf Informationen aus russischen Quellen basiere. Die US-Bundespolizei lehnte einen Kommentar dazu ab.

Dokumente veröffentlicht

Wenig später veröffentlichte Buzzfeed Reihe von Dokumenten, auf die sich die Informationen der US-Geheimdienste bezogen, die aber nicht verifiziert werden konnten. Dabei geht es unter anderem um Sexvorwürfe im Zusammenhang mit Moskauer Prostituierten im Jahr 2013. Auch Informationen zu Trumps Geschäftsbeziehungen in Russland sind enthalten.

Die Veröffentlichung der Dokumente rechtfertigte Buzzfeed damit, dass sich amerikanische Bürger selbst ein Bild über die Anschuldigungen gegen Trump machen könnten.

In den Dokumenten ist auch davon die Rede, dass sich Trump-Vertraute mit Vertretern russischer Geheimdienste getroffen haben sollen, um die Veröffentlichung von E-Mails, die die demokratische Partei belasten, zu akkordieren.  Laut dem „Guardian“  könnten russische Geheimdienste das Trump-Lager seit längerem mit Informationen über seine politischen Rivalen versorgt haben.

„Totale politische Hexenjagd“

Donald Trump selbst wies die Anschuldigungen zurück. Auf Twitter schrieb er von einer „totalen politischen Hexenjagd“ und „Fake-News“.

 

 

Die US-Regierung beschuldigt Russland, versucht zu haben, den zurückliegenden US-Wahlkampf zugunsten des Republikaners Trump zu beeinflussen. Während des Wahlkampfs waren zahlreiche interne Informationen der Demokraten durch Cyberangriffe bekanntgeworden. Wegen dieser mutmaßlichen Einmischung verhängte der scheidende Präsident Barack Obama eine Reihe von Sanktionen gegen Moskau.
Trump dagegen zog die Geheimdiensterkenntnisse über die mutmaßlichen russischen Angriffe in Zweifel. Er hatte sich im Wahlkampf immer wieder lobend über die Führungsstärke des russischen Staatschefs Wladimir Putin geäußert und will die Beziehungen zu Russland verbessern.

"Explosiv"

Seine milde Haltung gegenüber Moskau hatte in den vergangenen Monaten viele Spekulationen ausgelöst, dass Trump möglicherweise geheim gehaltene Geschäftsinteressen in Russland habe oder dort in einer anderen Weise kompromittiert sein könnte. Träfen die Vorwürfe zu, dass es Absprachen zwischen der Trump-Kampagne und Russland gegeben habe und die Unabhängigkeit des angehenden Präsidenten dadurch kompromittiert sei, dann wäre dies „schockierend“ und „explosiv“, sagte der Senator Chris Coons von den Demokraten zu CNN.

(reuters, dpa, apa, futurezone) Erstellt am 11.01.2017, 06:30

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