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Netzpolitik
04/23/2014

Saudi-Arabien plant strengere Regeln für YouTube

Beiträge dürfen künftig nicht gegen Werte und Moral des Königreichs verstoßen, berichtet eine saudische Zeitung.

Saudi-Arabien plant laut einem Bericht der Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" vom Dienstag strengere Regeln zur Nutzung des online Videoportals YouTube. Unter Verweis auf Riad Kamal Najem, Leiter der Telekommunikationsbehörde, müssten in der Golfmonarchie eingerichtete YouTube-Kanäle offiziell registriert werden.

Beliebtes Angebot

Zudem dürften die Beiträge nicht gegen islamische Werte und Moralvorstellungen verstoßen. In Saudi-Arabien sind in diesem Monat mehrere Aktivisten festgenommen worden. Sie hatten zuvor kritische Stücke über König Abdullah auf YouTube veröffentlicht.

Bereits im Jahr 2012 hatte der Monarch erwogen, YouTube sperren zu lassen. Grund war ein Schmähvideo, das den Propheten Mohammed beleidigte und in der ganzen islamischen Welt für Proteste sorgte. Allerdings stieß er mit dem Vorhaben auf massive Kritik: Denn YouTube ist bei den Bewohnern des konservativen Landes, wo Kinovorführungen und Konzerte nur heimlich stattfinden können, sehr beliebt.