Netzpolitik
14.07.2015

Snowden-Dokumentarfilmerin Poitras verklagt US-Behörden

Die Filmschaffende verlangt von den US-Behörden Auskunft darüber, warum sie so häufig bei der Einreise in die USA zur Überprüfung festgehalten worden ist.

Die Dokumentarfilmerin Laura Poitras, die eine Schlüsselrolle bei den Enthüllungen des Informanten Edward Snowden spielte, hat die US-Regierung auf Herausgabe von Informationen verklagt.

Die zuletzt in Berlin lebende Amerikanerin verlangt konkret vom US-Justizministerium und vom Amt für Heimatschutz Auskunft darüber, warum sie so häufig bei der Einreise in die USA zur Überprüfung festgehalten worden sei.

Poitras hatte 2013 das berühmte Interview in Hongkong gefilmt, in dem Snowden erstmals über die Überwachungsprogramme des US-Geheimdiensts NSA berichtete. Die Zwischenfälle, um die es in der Klage geht, betreffen aber den früheren Zeitraum von Juli 2006 bis April 2012.

Sie sei unter anderem nach Flügen aus dem Jemen, Jordanien, Irland, Schweden oder Deutschland einer Prüfung unterzogen worden, schrieb Poitras in der Klageschrift vom späten Montag. Ihre Ersuchen nach Einsicht in Unterlagen dazu seien ohne Antwort geblieben, daher ziehe sie vor Gericht.