Netzpolitik
12.10.2014

Snowden: "Dropbox, Google und Facebook sind gefährlich"

In einem einstündigen Interview mit dem US-Magazin The New Yorker hat Whistleblower Edward Snowden US-Unternehmen wie Dropbox, Google und Facebook als gefährlich kritisiert.

"Get rid of Dropbox" - "werdet Dropbox los" meinte Snowden in dem Interview mit dem US-Magazin, als es um das Thema Sicherheitsrisiken von Software-Programmen ging. Dropbox würde Dateien nur auf den eigenen Servern und während der Übertragung verschlüsseln, andere Programme wie etwa SpiderOak würden dies aber schon auf dem jeweiligen Computer des Users tun, so Snowden.

Google und Facebook gefährlich

Kritik übte der US-Amerikaner, der sich in Russland vor der US-Justiz entzieht, auch an Google und Facebook. Vor allem deren Social-Media-Angebote seien gefährlich, weil sie komplett unverschlüsselt operierten. Auch hier empfahl er alternative Services wie RedPhone oder SilentCircle. Das Argument "wer nichts zu verbergen hat, braucht auch keinen Datenschutz" sei gleichbedeutend damit, dass man dieses Grundrecht auf Datenschutz und Privatsphäre aufgebe. Die Regierung müsse erklären, warum sie diese Rechte verletze und nicht umgekehrt müsse sich der Bürger rechtfertigen, warum das Recht auf Meinungsfreiheit benötigt werde.

Einmal mehr bekannte sich Snowden auch dazu, bei Zusicherung eines fairen Prozesses in die USA zurückzukehren. Das Interview wurde im Rahmen einer neuen Dokumentation über Edward Snowden geführt, die in den USA Premiere hatte.