Netzpolitik
16.03.2015

Snowden-Enthüllungen stärken Datenschutz-Bewusstsein

Durch Edward Snowdens Enthüllungen über die Machenschaften der NSA hat sich in den USA die Einstellung der Menschen zum Datenschutz gerändert.

Laut einer Studie des Pew Research Center in den USA hat rund ein Drittel der Erwachsenen aufgrund der Snowden-Leaks zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um persönliche Daten vor dem Zugriff durch Behörden zu schützen. 22 Prozent der Befragten geben an, ihr Technologienutzungsverhalten deutlich oder zumindest merkbar verändert zu haben, wie recode berichtet. 87 Prozent der Amerikaner geben an, von den Überwachungsprogrammen ihrer Regierung gehört zu haben, 57 Prozent sind der Meinung, dass die Überwachung von US-Bürgern durch eigene Behörden unakzeptabel ist.

Über die Hälfte ist dagegen der Meinung, dass es in Ordnung ist, Bürger anderer Staaten auszuspionieren. Die Studie basiert auf einer Befragung von 475 Personen und auf Daten aus sechs Fokusgruppen mit 59 Erwachsenen. 18 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass sie ihr E-Mail-Nutzungsverhalten deutlich geändert haben, bei 17 Prozent trifft das auf Suchmaschinen zu. 15 Prozent geben an, die Verwendung von Twitter, Facebook und Mobiltelefonen überdacht zu haben. Welche Maßnahmen die Studienteilnehmer genau getroffen haben, geht aus den Ergebnissen nicht hervor.